301 Aufrufe für den 11Freunde-Trailer

Seit heute früh teilt jedermann, der sich im weitesten für Fußball interessiert dieses Video hier: Es stammt von der Redaktion des Fußball-Magazins 11 Freunde und fängt mit Hilfe von Phänomeme-Bildern das Grundgefühl derjenigen ein, die sich im weitesten für Fußball interessieren: Vorfreude auf das Championsleague-Finale zwischen Borussia Dortmund und Bayern München am Samstag abend.

Das Besondere an diesem Video: Es ist laut YouTube-Angaben bisher etwas mehr als 301 mal aufgerufen worden. Das ist sehr vage und deshalb bestimmt auch irgendwie richtig. Und es ist vor allem die Anzeige, die YouTube übermittelt, wenn ein Video noch zu frisch ist, um seine Viralität abzubilden.

Ein toller Clip mit tollen aus dem Zusammenhang gerissenen Bildern ist der Trailer aber in jedem Fall: anschauen!

Wenn die Buchkultur auf die Digitalkultur trifft, kann das zu Ärger führen - und zu ganz tollen Screenshots. Letztere sammelt benflavor in unserem heutigen Lieblingstumblr, wo wir das obige Bild aus dem Computerspiel Bioshock Infinite rebloggen.
Das ist nämlich Thema des Tumblr: Bücher in Computerspielen, genauer gesagt: Bibliotheken in Computerspielen.

Wenn die Buchkultur auf die Digitalkultur trifft, kann das zu Ärger führen - und zu ganz tollen Screenshots. Letztere sammelt benflavor in unserem heutigen Lieblingstumblr, wo wir das obige Bild aus dem Computerspiel Bioshock Infinite rebloggen.

Das ist nämlich Thema des Tumblr: Bücher in Computerspielen, genauer gesagt: Bibliotheken in Computerspielen.

Worin unterscheiden sich eigentlich die beiden Finalisten der diesjährigen Champions-League-Saison?

Man kann sportliche Antworten auf die Frage suchen oder die Welt der Phänomeme antworten lassen. Am Wochenende bewegte sich dieser Clip, der einen Sieg des FC Bayern München bevorzugt, durchs Netz. Etwa zur gleichen Zeit lancierte der Sender EinsLive den obigen Clip, der eine etwas andere Musikrichtung präferiert - und einen Sieg von Borussia Dortmund für richtiger hält.

Anders als die Münchner Philharmoniker versucht Tony Mono es nicht mit Klassik, sondern mit einem Snoop Dog-Remix (von Drop it like its hot). Was ja auch eine Antwort auf die Frage ist: Worin unterscheiden sich Bayern München und Borussia Dortmund eigentlich?

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Phänomeme jetzt auch auf Facebook

Be the first person to like Phänomeme auf Facebook

Im Jahr 2009 durften Niki und Julia beim so genannten Kinder-Grand-Prix einen Song aufführen, der in diesen Tagen große Beliebtheit in der Welt der Phänomeme erfährt. Er trägt den Titel “Google di Google da” und schaffte es im Jahr 2010 auch auf eine Compilation von Marianne und Michael.

Dem Volksmusik-Kontext entrissen wird der Clip, in dem man die beiden Mädchen vor Bergkulisse sieht, in den vergangenen Tagen ausgiebig durchs Netz gereicht. Am Dienstag postete der Google-Pressesprecher Stefan Keuchel ihn auf seiner G+-Seite, Deutsche Startups schickte ihn auf die Twitter-Reise und heute Vormittag stellten die Circus-Halli-Galli Macher auf ihre Facebook-Seite (Motto: Aushalten!!). Dazu wird er in Büros überall im Land vorgespielt und weitergeschickt.

Denn auch Fremdschämen kann ein Antrieb für Phänomeme sein …

Dass Dinge, Menschen und Tiere Ähnlichkeiten aufweisen, versetzt das Netz - wie wiederholt gezeigt - in Begeisterung: Looks Like oder bei Geburt getrennt Phänomeme sind jedenfalls sehr gern genommen. Unser heutiger Lieblings-Tumblr treibt deren Prinzip auf die Spitze, in dem er die Dimension: Internet-Tier ergänzt. eaglesthatlooklikearsenewenger verbindet den Trainer von Arsenal London mit Adlern. Es gibt wütende, fliegende und eben traurige Adler (den obigen rebloggen wir), die allesamt aussehen wie der Fußball-Lehrer aus London. Toll!

Dass Dinge, Menschen und Tiere Ähnlichkeiten aufweisen, versetzt das Netz - wie wiederholt gezeigt - in Begeisterung: Looks Like oder bei Geburt getrennt Phänomeme sind jedenfalls sehr gern genommen. Unser heutiger Lieblings-Tumblr treibt deren Prinzip auf die Spitze, in dem er die Dimension: Internet-Tier ergänzt. eaglesthatlooklikearsenewenger verbindet den Trainer von Arsenal London mit Adlern. Es gibt wütende, fliegende und eben traurige Adler (den obigen rebloggen wir), die allesamt aussehen wie der Fußball-Lehrer aus London. Toll!

So unterschiedlich Phänomeme auch sein mögen, es gibt eine Gemeinsamkeit, die alle besonderen Netz-Ereignisse der vergangenen Jahre verbindet. Es ist das Grundgefühl, nicht allein zu sein. Egal, ob beim Harlem Shake oder bei Katzenbildern: Menschen nehmen daran teil, weil sie spüren, dass sie Teil einer Gruppe sein können. Es ist eine Gruppe von Menschen, die kaum mehr verbindet als das weltumspannende Netz und ein winzige Gemeinsamkeit: Meist ist das nur ein Witz oder ein gemeinsames Lachen, manchmal aber eben auch mehr - wie im Fall von Zach Sobiech für den das obige Video gedreht worden ist.

Man sieht darin bekannte Menschen wie Sarah Silvermann, Jason Derulo und direkt am Anfang den Schauspieler Brian Cranston (der in Breaking Bad einen krebskranken Lehrer spielt). Sie alle schalten ihre Webcam ein und singen gemeinsam ein Lied. Sie bilden so eine große Gemeinschaft, die genau das sagen will: Wir sind nicht allein. Aber all diese Menschen sagen das nicht einfach so oder weil ihnen jemand Geld dafür gegeben hätte. Sie sagen es zu Zach Sobiech, der das Lied geschrieben hat, das sie singen. Es heißt “Clouds” und ist sowas wie Zachs Abschiedslied.

Er hat es geschrieben nachdem er erfahren hatte, dass er eine sehr seltene und sehr bösartige Krebsart in sich trägt. “Clouds” ist Zachs Abschiedslied für seine Freunde und seine Familie - und dank des Netzes wurde es sein Abschiedslied an die Welt: über 3,5 Millionen Mal wurde das Lied auf YouTube angeklickt und Zach wurde webberühmt.

So berühmt, dass es ein Leichtes für den Produzenten Justin Baldoni war, zahlreiche Prominente zur Teilnahme zu überreden. Sie alle singen für Zach und gegen das Gefühl, allein zu sein. Anfang Mai, kurz nach Zachs 18stem Geburtstag, wurde das Video gepostet. Mehr als eine Million Mal wurde es seitdem aufgerufen.

Am Montag ist Zach Sobiech im Kreise seiner Familie gestorben.

Flucht ist das Grundmotiv von Seiten wie Cabin Porn, einem schon älteren Lieblingstumblr, der es sogar mal aufs Cover des jetzt-Magazins geschafft hat. Flucht aus dem urbanen, natur- und sonnenarmen Alltag der Netzsurfer, die sich durch die Seiten und in ihre Träume klicken, wenn sie schöne Almhütten (=Cabins) anschauen.
Flucht ist ebenso das Motiv unseres heutigen Lieblingstumblrs, der sich dem Brooklyn Europas widmet: Schweden. In Schweden - das macht iwishiwasswedish (wo wir das obige Bild rebloggen) auf jeder Seite klar - reichen sich Schönheit, Natur und hippe Menschen täglich die Hand. Völlig egal, ob das stimmt: Es sieht gut aus. (via)

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Flucht ist ebenso das Motiv unseres heutigen Lieblingstumblrs, der sich dem Brooklyn Europas widmet: Schweden. In Schweden - das macht iwishiwasswedish (wo wir das obige Bild rebloggen) auf jeder Seite klar - reichen sich Schönheit, Natur und hippe Menschen täglich die Hand. Völlig egal, ob das stimmt: Es sieht gut aus. (via)

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(via iwishiwasswedish)

Ross Turnbull ist zweiter Torwart bei Chelsea London. Sein Sohn heißt Josh, was bis zum Wochenende nur sehr fanatischen Fans und der Familie bekannt war. Seit dem Saison-Abschluss an der berühmten Stamford Bridge ist Josh aber ein Star. Während der Verein im Mittelkreis des Feldes die Verabschiedung altgedienter Starts vornahm, schnappte sich der Kleine einen Ball und dribbelte damit auf ein leeres Tor. Je näher er kam, umso mehr Fans bemerkten den Angreifer - und als dieser tatsächlich den Ball über die Linie schob, jubelte das Stadion.

Und seit Ashkon Nosrat den Fan-Film von diesem Treffer auf YouTube stellte, jubelt das Netz mit. Über 1,5 Millionen mal wurde das Tor seit Sonntag bereits angeschaut - und alle hören das Stadion singen: Sign him up! Was als Aufforderung verstanden werden soll, dem jungen Josh Turnbull einen Vertrag zu geben.

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Der Majordeal: Yahoos Tumblr-Kauf und die Prinzipien der Popkultur

Um zu verstehen, was da gerade zwischen den beiden US-Unternehmen Tumblr und Yahoo passiert, müssen wir uns für eine kleinen Moment vorstellen, David Karp hätte 2007 keine Software geschrieben, sondern Songs. Der Chef von Tumblr wäre dann Frontman einer Band geworden, nicht CEO eines der begehrtesten Netzwerke im Web. Mit dem, was sich  Karps Kapelle in ihrem Proberaum - der in Wahrheit eine Programmiergarage war - ausgedacht hat, erreicht sie die von der Werbeindustrie so begehrten jungen netzaffinen Menschen. Tumblr gilt als das nächste große Ding auf den Bühnen der Welt - gerade weil in der Welt der Eltern niemand so richtig versteht, was den Reiz von Karps Werk eigentlich ausmacht. Es gilt als verrucht, etwas rebellisch und fordert das (Urheberrechts-)Empfinden der Eltern heraus, die wiederum beklagen, dass es das doch alles irgenwie schon mal gab.

Aber Karp&Co sind cool.

So cool, dass ihr Reiz auch dem etwas angestaubten Plattenlabel Yahoo nicht verborgen blieb. Früher, das ist lange her, war Yahoo auch mal cool. Heute ist es der Ort für Paare, die kein Problem damit haben, sich eine E-Mail-Adresse zu teilen. Hier wird Netzkultur genutzt, aber nicht geprägt. Hier weiß man, dass man nicht verstehen wird, was genau cool ist an Tumblr. Also kommt man auf die Idee, das, was man nicht versteht, doch einfach zu kaufen. Man bietet Karps Combo einen Majordeal an: 1,1 Milliarden Dollar für sein Werk, für den Zugang zu den Fans aber vor allem um Anschluss zu halten an das, was da als das nächste große Ding gehandelt wird.

Der Majordeal hat in der Geschichte der Popkultur einen festen Platz. Er wurde jedoch bisher einzig als Angebot eines großen Musikkonzerns an eine aufstrebende (Indie-)Band verstanden. Mit Aufkommen der Netzkultur, die auch Programmierer zu Popstars macht, wird der Majordeals digitalisiert. Yahoo kauft Flickr, Yahoo kauft delicious, Facebook schlägt Angebote aus, kauft dann wenig später selber Instagram und jetzt also das Majordeal zwischen Yahoo und Tumblr.

Der Inhalt hat sich verändert, das Prinzip bleibt gleich: eine coole Band unterzeichnet einen Vertrag mit einem uncoolen etablierten Konzern. Plötzlich sind da Geld und Moral, wo es vorher (scheinbar) nur um Coolness und Distinktion ging. Wobei der kausale Zusammenhang so geht: Je höher die Summe an Geld umso höher die Empörung - und das Erstaunen, dass etwas soviel wert sein soll.

Die Fans reagieren empört, starten eine Petition und verweisen auf das Schicksal anderer Bands, die unter dem Dach Yahoo keine anständigen Songs mehr produzierten: Der Bilderdienst Flickr und der Bookmark-Anbieter delicious verloren nach ihrem Majordeal mit Yahoo Credibilität und vor allem Funktionalität und anschließend Bedeutung - zumindest bei den Coolen. Dass Menschen, die gemeinsame Mailadressen benutzen, jetzt Fotos bei Flickr hochladen, ist selten Teil dieser popkulturellen Erzählung. Diese erschöpft sich meist im ältesten aller Erzählmuster der Coolness, das da lautet: Früher war alles besser!

Diese Prognose lässt sich auch jetzt schon auf die Entwicklung von Tumblr treffen. Denn diese Entwicklung ist eigentlich unwichtig. Wichtig ist, dass es Nutzer gibt, die Karps Werke schon gehört genutzt haben, als diese nichts mit Yahoo zu tun hatten. Und allein deshalb waren sie besser. Das Prinzip kennt man in allen Bereichen der Popkultur - und jetzt halt auch im Netz. Neu ist, dass niemand bei einer Combo wie der irischen Band U2 in Frage stellt, warum diese 700 Millionen Euro mit ihrer letzten Welttournee umsetzt. Bei David Karps Band ist das jedoch stets die erste Frage, die gestellt wird: Ist Tumblr das denn wert?

Diese Frage wirkt umso schwerer als dass die Fragesteller nicht wirklich verstehen, was bei Tumblr eigentlich passiert. Anders als  bei Facebook kann man bei Tumblr nämlich durchaus von außen reinschauen. Was man unregistriert sieht, wirkt wie das ganz gewöhnliche Internet (übrigens die Standard-Ausrede der Tumblr-Verantwortlichen auf die Frage, warum es soviel Porno auf der Seite gebe). Einzig eine Einblendung meist oben rechts in der Ecke zeigt dem Netznutzer an, dass er sich jetzt in der Tumblr-Welt bewegt.

Wer diese Tumblr-Welt betritt, wird zunächst erstaunt sein. Denn das Dashboard von Tumblr (vergleichbar der Timeline von Twitter oder Facebook) gleicht eher der Rückseite eines Content-Management-System als der Zukunft des Internet. Aber in dieser Dashboard-Übersicht bewegen sich die meisten der Tumblr-Nutzer. Sie durchsurfen oder rebloggen die Inhalte anderer Nutzer. Besonders beliebt sind dabei animierte Gifs. Ein antiquiertes Dateiformat, das im Kampf um die Netzwerke der Zukunft zu Hochform aufläuft. Genau mit einem solchen animierten Gif wurde die offizielle Meldung des Kaufs auf dem Tumblr yahoo.tumblr.com bekannt gegeben (wo wir es rebloggen).

Es soll signalisieren: Marissa Mayers Yahoo hat die Welt von Tumblr verstanden (allerdings vergessen, ein Profilbild hochzuladen). Die von Google gewechselte Top-Managerin verspricht, nichts an der Welt von Tumblr zu ändern. Das ist schön, aber wie gesagt, egal. Denn: Früher war aus Prinzip alles besser.