Jeffrey Weston, der als Techniker bei Tumblr in New York arbeitet, hat dieses Motiv einer analogen Restaurant-Tafel mit digitaler Sanduhr am Freitag in seinen End of the Line-Tumblr geladen (wo wir das Bild rebloggen) - und wo es über 18.000 Reaktionen brachte.
Am Samstag brachte es die Facebook-Seite des bekannten Blogs “Boing Boing” in das FB-Universum, wo es über 2200 Like einsammelte.
Seine Quelle hat das Schild aber auf Twitter, dort postete bereits am Donnerstag abend der CNET-Redakteur Scott Stein das Bild, das er vor dem No7-Sandwichladen in New York fotografiert hatte.

Jeffrey Weston, der als Techniker bei Tumblr in New York arbeitet, hat dieses Motiv einer analogen Restaurant-Tafel mit digitaler Sanduhr am Freitag in seinen End of the Line-Tumblr geladen (wo wir das Bild rebloggen) - und wo es über 18.000 Reaktionen brachte.

Am Samstag brachte es die Facebook-Seite des bekannten Blogs “Boing Boing” in das FB-Universum, wo es über 2200 Like einsammelte.

Seine Quelle hat das Schild aber auf Twitter, dort postete bereits am Donnerstag abend der CNET-Redakteur Scott Stein das Bild, das er vor dem No7-Sandwichladen in New York fotografiert hatte.

Ein Hinweisschild aus der tschechischen Kleinstadt Mikulov erfreut sich seit vergangener Woche im Phänomeme-Web großer Begeisterung: Seit Mark Sotak es am 19. August auf Twitter postete (wo wir es rebloggen) verbreitet sich das Warnschild, das öffentliches Urinieren untersagt - und bei Zuwiderhandlung mit Filmen und anschließendem Veröffentlichen auf YouTube bestraft.
Das Schild ist allerdings keine behördliche Warnung - wie z.B. auf reddit - behauptet, sondern stammt vom örtlichen Hotelbesitzer Petr Marcinčák, der sich damit gegen das öffentliche Urinieren an einer Wand zur Wehr setzt.
Das Schild erfreut Menschen auf der ganze Welt: Radio Fritz, Schleckysilberstein, Daily Mail, Boston.com und viele andere zeigen es - allerdings bisher ohne YouTube-Bilder von Freipinklern. Vielleicht weil das Schild funktioniert oder weil Hotelbesitzer Marcinčák noch nicht ernst gemacht hat.

Ein Hinweisschild aus der tschechischen Kleinstadt Mikulov erfreut sich seit vergangener Woche im Phänomeme-Web großer Begeisterung: Seit Mark Sotak es am 19. August auf Twitter postete (wo wir es rebloggen) verbreitet sich das Warnschild, das öffentliches Urinieren untersagt - und bei Zuwiderhandlung mit Filmen und anschließendem Veröffentlichen auf YouTube bestraft.

Das Schild ist allerdings keine behördliche Warnung - wie z.B. auf reddit - behauptet, sondern stammt vom örtlichen Hotelbesitzer Petr Marcinčák, der sich damit gegen das öffentliche Urinieren an einer Wand zur Wehr setzt.

Das Schild erfreut Menschen auf der ganze Welt: Radio Fritz, Schleckysilberstein, Daily Mail, Boston.com und viele andere zeigen es - allerdings bisher ohne YouTube-Bilder von Freipinklern. Vielleicht weil das Schild funktioniert oder weil Hotelbesitzer Marcinčák noch nicht ernst gemacht hat.

Vergangenen Samstag fotografierte die Twitter-Nutzerin Lisa Rank dieses Motiv an einer Laterne in Berlin. Das Bild zeigt acht “Ferien Tipps”, die man in den Ferien erledigen kann. Diese reichen von “Schwimmen gehe" bis zu "Verkleide dich wie deine Eltern und rede wie sie”.
Das Bild, das wir von Twitter rebloggen, nahm seit dem eine erstaunliche Karriere: Vom Kraftfuttermischwerk (19.7., 11.44 Uhr) wanderte es über Radio Fritz (19.7. 14 Uhr) und Street Art Germany (22. Juli) zum Zeit-Magazin (24. Juli) - und überall erfreut es die Menschen, die jetzt z.B. ihr Wochenende planen.
UPDATE: Auf Facebook erreicht uns der Hinweis, dass diese Ferien-Tipps ein Extrakt aus einer Geschichte im aktuellen Kinderheft vom Spiegel sind

Vergangenen Samstag fotografierte die Twitter-Nutzerin Lisa Rank dieses Motiv an einer Laterne in Berlin. Das Bild zeigt acht “Ferien Tipps”, die man in den Ferien erledigen kann. Diese reichen von “Schwimmen gehe" bis zu "Verkleide dich wie deine Eltern und rede wie sie”.

Das Bild, das wir von Twitter rebloggen, nahm seit dem eine erstaunliche Karriere: Vom Kraftfuttermischwerk (19.7., 11.44 Uhr) wanderte es über Radio Fritz (19.7. 14 Uhr) und Street Art Germany (22. Juli) zum Zeit-Magazin (24. Juli) - und überall erfreut es die Menschen, die jetzt z.B. ihr Wochenende planen.

UPDATE: Auf Facebook erreicht uns der Hinweis, dass diese Ferien-Tipps ein Extrakt aus einer Geschichte im aktuellen Kinderheft vom Spiegel sind

Am 13. Juli postete die Journalistin Sulome Anderson dieses Foto auf Twitter. Es zeigt sie küssend mit ihrem Freund. Andersons Vater stammt aus dem Libanon, ihr Freund kommt aus Israel. Das Foto ist ein Zeichen gegen Krieg und Gewalt - denn die beiden versehen es mit dem Hinweis: “Juden und Araber lehnen es ab Feinde zu sein”. Einen Tag nach dem Post, twittert Anderson den Aufruf, es ihr gleichzutun und Bilder mit dem Hashtag #JewsAndArabsRefuseToBeEnemies zu posten


Everyone grab an Arab, a Jew & a camera and post pics illustrating the message behind #JewsAndArabsRefuseToBeEnemies. This is about people.
— Sulome Anderson (@SulomeAnderson)
15. Juli 2014



"Wir sind Menschen und wir lieben uns – das ist wichtiger als Politik", erklärt die 29-Jährige eine Woche später dem TV-Sender ABC, denn die Idee mit dem Kuss schlägt virtuelle Wellen: der Hashtag verbreitet sich viral, als Protest gegen die gewalttätigen Auseinandersetzung in Gaza.
ABC, Kurier, Nerdcore, RTL CTVNews und viele andere berichten über die Aktion, an der sich zahlreiche Nutzer auf Twitter beteiligen -als Zeichen für Frieden und Verständigung und gegen Gewalt:


Love>Hate #JewsAndArabsRefuseToBeEnemies #Jewish #Persian #Israel #Palestine #Iran pic.twitter.com/WDWgAArR8y
— Sahar E. (@Sahar_aurora)
18. Juli 2014



#Peace from #Brooklyn #JewsAndArabsRefuseToBeEnemies pic.twitter.com/4Dag0DTnko
— Abraham Gutman (@abgutman)
22. Juli 2014




#JewsAndArabsRefuseToBeEnemies Düşman olmayı,nefret dilini reddeden Filistinli & Yahudi gençler de var #barışıunutma pic.twitter.com/ozqnJXxDfH
— Elif Şafak / Shafak (@Elif_Safak)
20. Juli 2014



UPDATE: Bei der Rheinzeitung geht Lars Wienand den Hintergründen des Hashtags nach.
Alle Informationen zum Nahostkonflikt bei Süddeutsche.de

Am 13. Juli postete die Journalistin Sulome Anderson dieses Foto auf Twitter. Es zeigt sie küssend mit ihrem Freund. Andersons Vater stammt aus dem Libanon, ihr Freund kommt aus Israel. Das Foto ist ein Zeichen gegen Krieg und Gewalt - denn die beiden versehen es mit dem Hinweis: “Juden und Araber lehnen es ab Feinde zu sein”. Einen Tag nach dem Post, twittert Anderson den Aufruf, es ihr gleichzutun und Bilder mit dem Hashtag #JewsAndArabsRefuseToBeEnemies zu posten

"Wir sind Menschen und wir lieben uns – das ist wichtiger als Politik", erklärt die 29-Jährige eine Woche später dem TV-Sender ABC, denn die Idee mit dem Kuss schlägt virtuelle Wellen: der Hashtag verbreitet sich viral, als Protest gegen die gewalttätigen Auseinandersetzung in Gaza.

ABC, Kurier, Nerdcore, RTL CTVNews und viele andere berichten über die Aktion, an der sich zahlreiche Nutzer auf Twitter beteiligen -als Zeichen für Frieden und Verständigung und gegen Gewalt:

UPDATE: Bei der Rheinzeitung geht Lars Wienand den Hintergründen des Hashtags nach.

Alle Informationen zum Nahostkonflikt bei Süddeutsche.de

Live-Inhalte im Phänomeme-Web: die WM in Social-Media

Facebook hat in dieser Woche eine Milliarde Interaktionen mit Bezug auf die Fußball-WM gezählt und Twitter brachte es allein beim Spiel Brasilien gegen Chile auf über 16 Millionen Tweets. Keine Frage: Diese WM wird auf dem so genannten Second Screen verfolgt. Und zwar nicht nur auf englisch, spanisch oder deutsch - unter dem Hashtag #twelftal beweist das vergleichsweise kleinere Holland, wie Social Media und Fußball sich gerade verändern.

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Wir haben mit dem niederländischen Werber Bo The über dieses Phänomen gesprochen. Der 34-jährige hat für seine Agentur Boomerang ein Twitter-Team zusammengestellt, das die WM live verfolgt und mit Kommentaren versieht. Finanziert wird das ganze von einer niederländischen Brauerei, die die Möglichkeit hat, sich mit den Hashtags zu verbinden.

Wo hast du die dramatische Schlussphase des Spiels Niederlande gegen Mexiko #nedmex angeschaut?
Wir haben das Spiel in unserem Twitter-War-Room angeschaut, den wir für die WM gebaut haben. Dort sitzt ein Team von elf Kreativen, die wir zu #twelftal eingeladen haben - eine Verbindung aus dem nierderländischen Worten Tweet und Elftal (Mannschaft).

Wo war dein Smartphone im Moment des Sieges?
In meiner Hand, die ich in die Luft geregt habe, weil wir natürlich gefeiert haben. Aber wir sind dann sofort an die Arbeit gegangen, weil der richtige Zeitpunkt entscheidend ist auf Twitter. Innerhalb weniger Minuten war dieser Tweet produziert und von einem unserem Team-Mitglieder gesendet:

Der britische Sportjournalist Henry Winter hat schon 2012 beschrieben, wie Twitter den Fußball verändert. Was bedeutet das für die Werbung?
Die Zahlen zeigen, dass immer mehr Menschen während der Spiele twittern, sie schauen das Spiel und wollen dabei sein, in dem sie ihren eigenen Inhalt posten.  Die Technik macht es möglich und Social Media ist das Instrument, um sich auszudrücken.

Und wie verändert das die Werbung?
Der große Unterschied zu klassischen Medien ist, dass man in Social Media keine Kontrolle hat. Deshalb versuchen wir das Verhalten der Leute zu beobachten und uns darauf anzupassen. Das geht zum Beispiel dadurch, dass wir den Hashtag zum Spiel nutzen: #nedmex verbreitet sich viral und wir nutzen das, um den twelftal-Hashtag zu verbreiten. Man muss sich das wie einen Kneipenbesuch vorstellen: Da gehst du ja auch nicht rein und erzählst erstmal wie toll du bist. Es geht darum zuzuhören und vielleicht einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Gerade beim Spiel gegen Mexiko gab es einen Tweet der niederländischen Fluggesellschaft KLM, der weniger guten Eindruck hinterlassen hat.
Ich persönlich fand die Reaktionen etwas übertrieben, aber in jedem Fall beweist die Debatte die Macht, die heute in Social Media steckt. Als Marke muss man sich dessen bewusst sein: etwas, was zunächst ganz gut wirkt, kann sich umdrehen und verselbstständigen - und dann hat man darüber keine Kontrolle mehr.

Und was ist dein Lieblings-Mem zur WM bisher?
Da gibt es einiges, was mir gefallen hat, aber das eine was durch die Decke ging, war der van Persie-Flug.

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Wer erreicht seine Fans?

Was in den Stadien Brasiliens gerade passiert, ist - der Biss von Luis Suarez zeigt es - nicht nur für Fußball-Fans interessant. Die Fußball-WM ist ein Aufmerksamkeits-Katalysator, den natürlich auch große Marken nutzen, um Menschen mit ihren Produkten in Kontakt zu bringen.

Die AdWeek hat eine Übersicht erstellt, die zeigt wie Kaugummi-Hersteller oder Produzenten von Mundwasser auf den Viralzug aufzuspringen versuchen.

Das gelingt mal besser und mal schlechter. Es zeigt aber einmal mehr, dass diese Echtzeit-Beiträge zum Geschehen eine neue Form der Werbung sind, in der Reklame einen anderen Charakter bekommt. 

Rouven Kasten weist - unter Bezugnahme auf Rhys Hillman - auf einen interessanten Aspekt bei dieser neuen Form der Echtzeit-Werbung hin: Er vergleicht - anhand des Witzes, den ein Schokoriegehersteller zum Biss gemacht hat - das Verhältnis Fans und Fan-Reaktion auf Twitter und Facebook miteinander:

Mit 11 Millionen Fans auf Facebook generiert dieses Motiv rund 4000 Likes und wird rund 1300 Mal geteilt.

Bei Twitter hat der Account nicht ganz 55.000 Follower, erreicht dort aber fast 19.000  Favs (Likes) und wird fast 43.000 mal geteilt (Retweets):

Obwohl der Absender fast 200 mal mehr Fans auf Facebook hat, erreicht er dennoch auf Twitter 30 mal  mehr Reaktionen für den Beitrag.

Woran kann das liegen?

Hillmann führt es auf den Tod des “Organic Reach” bei Facebook hin. Gemeint ist die tatsächlich organische Reichweite, die entsteht wenn Menschen einen Beitrag mit ihren Freunden teilen. Dieses Prinzip ist der Grundantrieb für das virale Web: Empfänger von Botschaften werden selber zu Sendern.

Bei Twitter findet dieses Prinzip ungefiltert Anwendung, bei Facebook hingegen wird schon seit an einer Weile an einer vermeintlichen Verbesserung gearbeitet: Facebook filtert - nach einem für viele undurchsichtigen Prinzip - Meldungen und Nachrichten; um Nutzern einerseits nur Beiträge anzuzeigen, die sie wirklich interessieren (gelingt so mittel) und um andererseits Firmen dazu zu bringen, Sichtbarkeit für ihre Beiträge zu erwerben. Diese Beiträge unterscheiden sich von der zitierten organischen Reichweite und werden als bezahlte Reichweite bezeichnet.

Diese Form der Reklame gibt es auch bei Twitter - aber in etwas anderer Umsetzung. Menschen, die sich für diese Form der Verbreitung interessieren, diskutieren nun an zahlreichen Stellen mögliche Gründe. Sie rufen den Tod der organischen Reichweite auf Facebook aus. Sie spekulieren aber auch darüber, ob es an der Formulierung des Tweets gelegen haben könne - oder ob Twitter einfach die besser geeignete Plattform für Echtzeit-Erlebnisse sei und ob Facebook sich dorthin entwickeln müssen.

In jedem Fall ist der Werbebiss in den Schokoriegel zu einem anschaulichen Symbol für eine andauerende Debatte über das Phänomeme-Web geworden.

Dirk von Gehlen (@dvgGoogle+)

#GiveGregTheHoliday

Was muss passieren, damit ein gewöhnlicher Urlaubsantrag zu Berichten bei der BBC, Buzzfeed, Daily Mail und Daily Mirror führt? Der Zauber des Viralen - so lässt sich vermutlich am besten zusammenfassen, was in den vergangenen Stunden mit dem Urlaubsantrag von Greg Heaslip passierte.

Der Mann, der im Sicherheitsdienst der britischen Arcadia Group arbeitet (zu der Firmen wie Burton, Topshop und Dorothy Perkins zählen), schickte seinen Wunsch nach Freizeit per Mail an seinen Chef. Während Greg, der Nachtschicht arbeitet, schlief, entwickelte sich sein Antrag zu einem viralen Phänomem - so will es jedenfalls die Geschichte, die gerade durch die Timelines gereicht wird.

Gregs Chef leitete die Mail versehentlich an den Gesamtverteiler der Arcadia-Group weiter - was eine Welle an Reaktionen auslöste, auch im sozialen Web. Eine der ersten, die das Thema auf Twitter trug, soll Kimberly Jaina gewesen sein. So schwappte der Bürospaß in die Weiten des sozialen Web - und ließ allerlei Menschen und Marken mitsurften.

Eine Versicherung im gegenüberliegenden Haus, unterstützte den Urlaubsantrag mit Post-it-Zetteln

… und Reiseveranstalter boten öffentlichkeitswirksam ihre Dienste an. Der Hashtag entwickelte sich zum Magneten für Social-Media-Beauftragte  zahlreicher Unternehmen, die Gefallen an dem Spaß und der damit verbundenen Aufmerksamkeit fanden. Was zugleich die Frage aufwirft, ob die Geschichte tatsächlich so zufällig ist, wie sie wirkt.

Wie Greg über all das denkt, bleibt unterdessen ein Geheimnis. Niemand konnte ihn bisher erreichen. Sicher ist einzig: Sein Urlaubsantrag ist genehmigt.

Was ist falsch daran Botschaften auf Schilder zu schreiben und diese Schilder hochzuhalten? Die Antwort lautet: Photoshop und das Phänomeme-Web!
Das jüngste Beispiel für das Schilder-Dilemma stammt aus dem Weißen Haus in Washington. Hier hatte sich Michelle Obama vergangenen Woche mit einem Schild ablichten lassen, auf dem sie ihre Unterstützung für die #BringBackOurGirls-Kamapgne öffentlich zu machen (Hintergrund dazu bei der Süddeutschen Zeitung)


RT “My husband kills kids with drones.” pic.twitter.com/SzzvjvZr70
— Allan Tierney (@LowMaintainLife) 9. Mai 2014

Ihr Foto erfuhr große Popularität auf Twitter - aber auch auf reddit. Dort wurde es zur Vorlage für allerlei andere Aussagen. Das Vorgehen, Schilder in neue Kontexte zu setzen, ist ein durchaus populäres Prinzip im Phänomeme-Web. Zu den bekanntesten Beispielen zählt neben der Jungen Union Berlin eine Mutter, die mit einem Hinweis-Schild viral ging.

Was ist falsch daran Botschaften auf Schilder zu schreiben und diese Schilder hochzuhalten? Die Antwort lautet: Photoshop und das Phänomeme-Web!

Das jüngste Beispiel für das Schilder-Dilemma stammt aus dem Weißen Haus in Washington. Hier hatte sich Michelle Obama vergangenen Woche mit einem Schild ablichten lassen, auf dem sie ihre Unterstützung für die #BringBackOurGirls-Kamapgne öffentlich zu machen (Hintergrund dazu bei der Süddeutschen Zeitung)

Ihr Foto erfuhr große Popularität auf Twitter - aber auch auf reddit. Dort wurde es zur Vorlage für allerlei andere Aussagen. Das Vorgehen, Schilder in neue Kontexte zu setzen, ist ein durchaus populäres Prinzip im Phänomeme-Web. Zu den bekanntesten Beispielen zählt neben der Jungen Union Berlin eine Mutter, die mit einem Hinweis-Schild viral ging.

Bashtag: #MyNYPD

Ein Hashtag ist ein mit Rautesymbol eingeleitetes Kurzwort, das in Social Media Kanälen wie Twitter oder Instagram verwendet wird. Was ein Bashtag ist, kann man aktuell am Beispiel der Abkürzung #MyNYPD nachvollziehen. Unter diesem Schlagwort wollte die New Yorker Polizei auf Twitter Bilder einsammeln, die die Freunde und Helfer in guter Zusammenarbeit mit der Bevölkerung zeigen - so jedenfalls war der Aufruf gedacht …

… der kurz darauf zweckentfremdet wurde, und aus dem Hashtag eben einen Bashtag machte - also eine abwertende Umdeutung des Schlagworts.

Vocativ nennt die Reaktionen auf Twitter ein “worst-case nightmare” für die New Yorker Polizei. Denn unter dem HashBashtag sammeln sich Dokumente von brutalen Übergriffen der Polizei, die alles andere als schmeichelhaft für die Ordnungshüter sind. Auslöser bzw. Verstärker dafür ist ein Tweet des Accounts OccupyWallStreet, der die Zweckentfremdung des Hashtags popularisierte.

So dass er mittlerweile (innerhalb weniger Stunden) auch Thema auf Buzzfeed, bei der Washington Post im New York Magazine und auf vielen anderen Seiten ist.

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Netzschau am 21. März 2014

Wenn Jungs ihre Freundinnen schminken (Buzzfeed / Youtube)

Männer sind Künstler. Wer das nicht schon wusste, findet den Beweis in diesem Video. Denn die Protagonisten, die Buzzfeed da zeigt, sind echte Naturtalente im Schminken.

Mein erstes Mal (USA Today)

Erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Mal? Also, Ihren ersten Tweet? Falls nicht, lassen sich in diesem Tool die Twitter-Anfänge jedes Nutzers ganz einfach recherchieren. Und weil’s so schön ist, gibt es an dieser Stelle noch einmal den ersten Tweet von Warren Buffett.

Mein Partner ist aus dem Internet (Slate)

Partnersuche im Internet hat ja für viele immer noch etwas Anrüchiges. Aber wer die Bilder der Fotografin Jena Cumbo sieht, hat jeden Grund, sich sofort bei der nächsten Singlebörse anzumelden.

Tobias Dorfer (@todo80)

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