Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier will unter dem Hashtag #FragSteinmeier auf Twitter befragt werden. Richard Gutjahr hat das getan - seine Frage zum Thema Eikonal ist bereits über 300 mal retweetet worden
Hintergrund zum Thema bei der Süddeutschen Zeitung
Siehe dazu auch: diesen Blogeintrag von Katharina Nocun

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier will unter dem Hashtag #FragSteinmeier auf Twitter befragt werden. Richard Gutjahr hat das getan - seine Frage zum Thema Eikonal ist bereits über 300 mal retweetet worden

Hintergrund zum Thema bei der Süddeutschen Zeitung

Siehe dazu auch: diesen Blogeintrag von Katharina Nocun

Was unser #Lebenzerstört

Einer der einflussreichsten Netz-Menschen ist am Wochenende mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden. Jaron Lanier ist aber nicht nur Internetpionier sondern auch einer der lautesten Mahner vor einer digitalen Welt ohne Regeln. Bei der Verleihung in der Frankfurter Paulskirche forderte er eine Erneuerung des humanistischen Denkens im Internet-Zeitalter. Und prompt titelte die Hamburger Morgenpost:

Der Twitter-Gemeinde sind solche Aussagen augenscheinlich zu plakativ - dort führen die User inzwischen mit dem der Szene eigenen Humor auf, was ihr #Lebenzerstört. Torsten Beeck, der demnächst als Social-Media-Verantwortlicher beim Spiegel startet, brachte den Hashtag auf, der sich innerhalb weniger Stunden an die Spitze der Twitter-Trends setzte. Und während Beeck noch mit Amazon, iPhone und Spotify als Lebenszerstörer startete, erinnerten sich manche an einen Song von Tocotronic.

Während nun diskutiert wird, ob jetzt Lehrer, Catcontent oder der Montag ansich #Lebenzerstört, versucht inzwischen sogar die SPD, über den Trend etwas Social-Media-Aufmerksamkeit zu bekommen:

Natürlich ist das alles sehr subjektiv. Der Tweet von @buntomat lässt sich allerdings auch mit viel Mühe nicht widerlegen.

Tobias Dorfer (@todo80Google+)

#HeForShe

Nicht nur im Netz war die Rede von Emma Watson bei den Vereinten Nationen ein großes Thema - das Netz ist aber durch die vermeintlichen Nacktfotos der Schauspielerin zu einer Art Kampfplatz geworden (dazu hier die ausführliche Geschichte bei Süddeutsche.de nachlesen

Dank des Hashtags #HeForShe ist das Phänomeme-Web aber auch zu einem Solidaritätsort für Emma Watson geworden. Ihrer getwitterten Aufforderung den Hashtag zu nutzen, sind in den vergangenen Tagen einige Männer gefolgt - wie z.B. die Schauspieler Russell Crowe, Tom Hiddleston und Emile Hirsch, der Autor Neil Gailman, der Komiker Simon Pegg,

Der Hashtag bezieht sich auf die HeForShe-Aktion zur Gleichberechtigung der Geschlechter - und ist als Solidaritätsbekundung für Emma Watson zu verstehen:

Zahlreiche Medien wie Vanity Fair, USA Today und CNN  berichten über die Männer mit Schildern - und die Schauspielerin Lena Dunham (Girls) regt sogar an, aus den Bildern der feministischen Kerle einen Kalender zu machen:

Ein Foto der aktuellen Druckausgabe des Fußballmagazins Kicker sorgt gerade für Aufregung im deutschsprachigen Phänomeme-Web. Das Bild, das wir aus dem Twitter-Accounts des Hamburger Sportverein rebloggen, zeigt die Mannschaften der ersten Bundesliga in einer Tabelle - einzig: Der HSV fehlt in dieser Auflistung.
Das Gründungsmitglied der Bundesliga, das in der vergangenen Saison erst in der Relegation den Klassenerhalt schaffte, ist schlecht in die aktuelle Spielzeit gestartet und hat gerade erst seinen Trainer Mirko Slomka entlassen.
Hamburger Abendblatt, tz, Focus und viele andere spülen das Motiv nun in die Timelines des Landes - und auch die Kicker-Reaktion bemerkt den Fehler; und entschuldigt sich:


Sorry, @HSV. Super Reaktion! Totgesagte leben länger.
— kicker - Bundesliga (@kicker_bl_li)
18. September 2014

Ein Foto der aktuellen Druckausgabe des Fußballmagazins Kicker sorgt gerade für Aufregung im deutschsprachigen Phänomeme-Web. Das Bild, das wir aus dem Twitter-Accounts des Hamburger Sportverein rebloggen, zeigt die Mannschaften der ersten Bundesliga in einer Tabelle - einzig: Der HSV fehlt in dieser Auflistung.

Das Gründungsmitglied der Bundesliga, das in der vergangenen Saison erst in der Relegation den Klassenerhalt schaffte, ist schlecht in die aktuelle Spielzeit gestartet und hat gerade erst seinen Trainer Mirko Slomka entlassen.

Hamburger Abendblatt, tz, Focus und viele andere spülen das Motiv nun in die Timelines des Landes - und auch die Kicker-Reaktion bemerkt den Fehler; und entschuldigt sich:

Sign Bunny

Mit Zeichen und Buchstaben kann man tolle Dinge zum Ausdruck bringen - auch abseits von Worten und Sätzen: das Sign Bunny-Phänomem, das gerade durch Twitter gereicht wird, beweist dies:

Ähnlich dem Shruggie handelt es sich dabei um eine Zeichen-Gebilde, das diesmal ein Häschen mit Schild darstellt, das sieht nett aus und wird in zahlreichen Varianten gespielt:

Daily Dot, Metro, Mashable und die FAZ (letztere leider nicht verlinkbar) haben sich dem Phänomem schon gewidmet. Allerdings sucht man überall nach einer sinnvollen Begründung und  einem Ursprung für den Schilder-Spaß. Sicher scheint einzig: Der Hase hält ein Schild, weil er nicht sprechen kann. Und ansonsten drückt sich der Zauber dieses Phänomems vermutlich am besten mit Hilfe des Shruggies aus:

Jeffrey Weston, der als Techniker bei Tumblr in New York arbeitet, hat dieses Motiv einer analogen Restaurant-Tafel mit digitaler Sanduhr am Freitag in seinen End of the Line-Tumblr geladen (wo wir das Bild rebloggen) - und wo es über 18.000 Reaktionen brachte.
Am Samstag brachte es die Facebook-Seite des bekannten Blogs “Boing Boing” in das FB-Universum, wo es über 2200 Like einsammelte.
Seine Quelle hat das Schild aber auf Twitter, dort postete bereits am Donnerstag abend der CNET-Redakteur Scott Stein das Bild, das er vor dem No7-Sandwichladen in New York fotografiert hatte.

Jeffrey Weston, der als Techniker bei Tumblr in New York arbeitet, hat dieses Motiv einer analogen Restaurant-Tafel mit digitaler Sanduhr am Freitag in seinen End of the Line-Tumblr geladen (wo wir das Bild rebloggen) - und wo es über 18.000 Reaktionen brachte.

Am Samstag brachte es die Facebook-Seite des bekannten Blogs “Boing Boing” in das FB-Universum, wo es über 2200 Like einsammelte.

Seine Quelle hat das Schild aber auf Twitter, dort postete bereits am Donnerstag abend der CNET-Redakteur Scott Stein das Bild, das er vor dem No7-Sandwichladen in New York fotografiert hatte.

Ein Hinweisschild aus der tschechischen Kleinstadt Mikulov erfreut sich seit vergangener Woche im Phänomeme-Web großer Begeisterung: Seit Mark Sotak es am 19. August auf Twitter postete (wo wir es rebloggen) verbreitet sich das Warnschild, das öffentliches Urinieren untersagt - und bei Zuwiderhandlung mit Filmen und anschließendem Veröffentlichen auf YouTube bestraft.
Das Schild ist allerdings keine behördliche Warnung - wie z.B. auf reddit - behauptet, sondern stammt vom örtlichen Hotelbesitzer Petr Marcinčák, der sich damit gegen das öffentliche Urinieren an einer Wand zur Wehr setzt.
Das Schild erfreut Menschen auf der ganze Welt: Radio Fritz, Schleckysilberstein, Daily Mail, Boston.com und viele andere zeigen es - allerdings bisher ohne YouTube-Bilder von Freipinklern. Vielleicht weil das Schild funktioniert oder weil Hotelbesitzer Marcinčák noch nicht ernst gemacht hat.

Ein Hinweisschild aus der tschechischen Kleinstadt Mikulov erfreut sich seit vergangener Woche im Phänomeme-Web großer Begeisterung: Seit Mark Sotak es am 19. August auf Twitter postete (wo wir es rebloggen) verbreitet sich das Warnschild, das öffentliches Urinieren untersagt - und bei Zuwiderhandlung mit Filmen und anschließendem Veröffentlichen auf YouTube bestraft.

Das Schild ist allerdings keine behördliche Warnung - wie z.B. auf reddit - behauptet, sondern stammt vom örtlichen Hotelbesitzer Petr Marcinčák, der sich damit gegen das öffentliche Urinieren an einer Wand zur Wehr setzt.

Das Schild erfreut Menschen auf der ganze Welt: Radio Fritz, Schleckysilberstein, Daily Mail, Boston.com und viele andere zeigen es - allerdings bisher ohne YouTube-Bilder von Freipinklern. Vielleicht weil das Schild funktioniert oder weil Hotelbesitzer Marcinčák noch nicht ernst gemacht hat.

Vergangenen Samstag fotografierte die Twitter-Nutzerin Lisa Rank dieses Motiv an einer Laterne in Berlin. Das Bild zeigt acht “Ferien Tipps”, die man in den Ferien erledigen kann. Diese reichen von “Schwimmen gehe" bis zu "Verkleide dich wie deine Eltern und rede wie sie”.
Das Bild, das wir von Twitter rebloggen, nahm seit dem eine erstaunliche Karriere: Vom Kraftfuttermischwerk (19.7., 11.44 Uhr) wanderte es über Radio Fritz (19.7. 14 Uhr) und Street Art Germany (22. Juli) zum Zeit-Magazin (24. Juli) - und überall erfreut es die Menschen, die jetzt z.B. ihr Wochenende planen.
UPDATE: Auf Facebook erreicht uns der Hinweis, dass diese Ferien-Tipps ein Extrakt aus einer Geschichte im aktuellen Kinderheft vom Spiegel sind

Vergangenen Samstag fotografierte die Twitter-Nutzerin Lisa Rank dieses Motiv an einer Laterne in Berlin. Das Bild zeigt acht “Ferien Tipps”, die man in den Ferien erledigen kann. Diese reichen von “Schwimmen gehe" bis zu "Verkleide dich wie deine Eltern und rede wie sie”.

Das Bild, das wir von Twitter rebloggen, nahm seit dem eine erstaunliche Karriere: Vom Kraftfuttermischwerk (19.7., 11.44 Uhr) wanderte es über Radio Fritz (19.7. 14 Uhr) und Street Art Germany (22. Juli) zum Zeit-Magazin (24. Juli) - und überall erfreut es die Menschen, die jetzt z.B. ihr Wochenende planen.

UPDATE: Auf Facebook erreicht uns der Hinweis, dass diese Ferien-Tipps ein Extrakt aus einer Geschichte im aktuellen Kinderheft vom Spiegel sind

Am 13. Juli postete die Journalistin Sulome Anderson dieses Foto auf Twitter. Es zeigt sie küssend mit ihrem Freund. Andersons Vater stammt aus dem Libanon, ihr Freund kommt aus Israel. Das Foto ist ein Zeichen gegen Krieg und Gewalt - denn die beiden versehen es mit dem Hinweis: “Juden und Araber lehnen es ab Feinde zu sein”. Einen Tag nach dem Post, twittert Anderson den Aufruf, es ihr gleichzutun und Bilder mit dem Hashtag #JewsAndArabsRefuseToBeEnemies zu posten


Everyone grab an Arab, a Jew & a camera and post pics illustrating the message behind #JewsAndArabsRefuseToBeEnemies. This is about people.
— Sulome Anderson (@SulomeAnderson)
15. Juli 2014



"Wir sind Menschen und wir lieben uns – das ist wichtiger als Politik", erklärt die 29-Jährige eine Woche später dem TV-Sender ABC, denn die Idee mit dem Kuss schlägt virtuelle Wellen: der Hashtag verbreitet sich viral, als Protest gegen die gewalttätigen Auseinandersetzung in Gaza.
ABC, Kurier, Nerdcore, RTL CTVNews und viele andere berichten über die Aktion, an der sich zahlreiche Nutzer auf Twitter beteiligen -als Zeichen für Frieden und Verständigung und gegen Gewalt:


Love>Hate #JewsAndArabsRefuseToBeEnemies #Jewish #Persian #Israel #Palestine #Iran pic.twitter.com/WDWgAArR8y
— Sahar E. (@Sahar_aurora)
18. Juli 2014



#Peace from #Brooklyn #JewsAndArabsRefuseToBeEnemies pic.twitter.com/4Dag0DTnko
— Abraham Gutman (@abgutman)
22. Juli 2014




#JewsAndArabsRefuseToBeEnemies Düşman olmayı,nefret dilini reddeden Filistinli & Yahudi gençler de var #barışıunutma pic.twitter.com/ozqnJXxDfH
— Elif Şafak / Shafak (@Elif_Safak)
20. Juli 2014



UPDATE: Bei der Rheinzeitung geht Lars Wienand den Hintergründen des Hashtags nach.
Alle Informationen zum Nahostkonflikt bei Süddeutsche.de

Am 13. Juli postete die Journalistin Sulome Anderson dieses Foto auf Twitter. Es zeigt sie küssend mit ihrem Freund. Andersons Vater stammt aus dem Libanon, ihr Freund kommt aus Israel. Das Foto ist ein Zeichen gegen Krieg und Gewalt - denn die beiden versehen es mit dem Hinweis: “Juden und Araber lehnen es ab Feinde zu sein”. Einen Tag nach dem Post, twittert Anderson den Aufruf, es ihr gleichzutun und Bilder mit dem Hashtag #JewsAndArabsRefuseToBeEnemies zu posten

"Wir sind Menschen und wir lieben uns – das ist wichtiger als Politik", erklärt die 29-Jährige eine Woche später dem TV-Sender ABC, denn die Idee mit dem Kuss schlägt virtuelle Wellen: der Hashtag verbreitet sich viral, als Protest gegen die gewalttätigen Auseinandersetzung in Gaza.

ABC, Kurier, Nerdcore, RTL CTVNews und viele andere berichten über die Aktion, an der sich zahlreiche Nutzer auf Twitter beteiligen -als Zeichen für Frieden und Verständigung und gegen Gewalt:

UPDATE: Bei der Rheinzeitung geht Lars Wienand den Hintergründen des Hashtags nach.

Alle Informationen zum Nahostkonflikt bei Süddeutsche.de

Live-Inhalte im Phänomeme-Web: die WM in Social-Media

Facebook hat in dieser Woche eine Milliarde Interaktionen mit Bezug auf die Fußball-WM gezählt und Twitter brachte es allein beim Spiel Brasilien gegen Chile auf über 16 Millionen Tweets. Keine Frage: Diese WM wird auf dem so genannten Second Screen verfolgt. Und zwar nicht nur auf englisch, spanisch oder deutsch - unter dem Hashtag #twelftal beweist das vergleichsweise kleinere Holland, wie Social Media und Fußball sich gerade verändern.

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Wir haben mit dem niederländischen Werber Bo The über dieses Phänomen gesprochen. Der 34-jährige hat für seine Agentur Boomerang ein Twitter-Team zusammengestellt, das die WM live verfolgt und mit Kommentaren versieht. Finanziert wird das ganze von einer niederländischen Brauerei, die die Möglichkeit hat, sich mit den Hashtags zu verbinden.

Wo hast du die dramatische Schlussphase des Spiels Niederlande gegen Mexiko #nedmex angeschaut?
Wir haben das Spiel in unserem Twitter-War-Room angeschaut, den wir für die WM gebaut haben. Dort sitzt ein Team von elf Kreativen, die wir zu #twelftal eingeladen haben - eine Verbindung aus dem nierderländischen Worten Tweet und Elftal (Mannschaft).

Wo war dein Smartphone im Moment des Sieges?
In meiner Hand, die ich in die Luft geregt habe, weil wir natürlich gefeiert haben. Aber wir sind dann sofort an die Arbeit gegangen, weil der richtige Zeitpunkt entscheidend ist auf Twitter. Innerhalb weniger Minuten war dieser Tweet produziert und von einem unserem Team-Mitglieder gesendet:

Der britische Sportjournalist Henry Winter hat schon 2012 beschrieben, wie Twitter den Fußball verändert. Was bedeutet das für die Werbung?
Die Zahlen zeigen, dass immer mehr Menschen während der Spiele twittern, sie schauen das Spiel und wollen dabei sein, in dem sie ihren eigenen Inhalt posten.  Die Technik macht es möglich und Social Media ist das Instrument, um sich auszudrücken.

Und wie verändert das die Werbung?
Der große Unterschied zu klassischen Medien ist, dass man in Social Media keine Kontrolle hat. Deshalb versuchen wir das Verhalten der Leute zu beobachten und uns darauf anzupassen. Das geht zum Beispiel dadurch, dass wir den Hashtag zum Spiel nutzen: #nedmex verbreitet sich viral und wir nutzen das, um den twelftal-Hashtag zu verbreiten. Man muss sich das wie einen Kneipenbesuch vorstellen: Da gehst du ja auch nicht rein und erzählst erstmal wie toll du bist. Es geht darum zuzuhören und vielleicht einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Gerade beim Spiel gegen Mexiko gab es einen Tweet der niederländischen Fluggesellschaft KLM, der weniger guten Eindruck hinterlassen hat.
Ich persönlich fand die Reaktionen etwas übertrieben, aber in jedem Fall beweist die Debatte die Macht, die heute in Social Media steckt. Als Marke muss man sich dessen bewusst sein: etwas, was zunächst ganz gut wirkt, kann sich umdrehen und verselbstständigen - und dann hat man darüber keine Kontrolle mehr.

Und was ist dein Lieblings-Mem zur WM bisher?
Da gibt es einiges, was mir gefallen hat, aber das eine was durch die Decke ging, war der van Persie-Flug.

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